
Glossar - Wissenswertes für Sie
Für Sie zum Nachlesen: Die wichtigsten Begriffe im Überblick. Mit diesem Lexikon möchten wir
Ihnen eine kleine Gedächtnisstütze an die Hand geben, wenn Sie im
Rahmen Ihrer digitalen Produktion einmal "an die Grenzen" stoßen. Wir
wünschen Ihnen beim Studium viel Vergnügen und bei der digitalen
Umsetzung Ihrer Ideen viel Erfolg.
Ein Andruck erfolgt zum Zweck der Kontrolle von Ton- und Farbwerten sowie der Druckgröße zum Abstimmen mit der Vorlage, in einer sehr geringen Auflage auf Andruck- oder konventionellen Druckmaschinen, möglichst unter fortdruckgerechten Bedingungen, was den Bedruckstoff, Farbe, Größe, usw. betrifft um so das zu erwartende Druckergebnis unmittelbar „an der Druckmaschine“ zu kontrollieren. Der Andruck wird zunehmend durch diverse Proofverfahren abgelöst, da diese preisgünstiger und schneller herzustellen sind. Im Gegensatz zum Proof erfolgt ein Andruck immer 1:1.
Dabei handelt es sich um, bei einem Andruck hergestellte, Einzel- und Zusammendrucke der verschiedenen Prozessfarben CMYK. In den meisten Fällen besteht eine Andruckskala aus vier einzelnen Bilddarstellungen (Farbauszug) sowie drei Zusammendrucken: Cyan (C), Magenta (M), Zusammendruck C + M, Yellow (Y), Zusammendruck C + M + Y, Schwarz (K), Zusammendruck C + M + Y + K.
schwer entflammbare Materialien nach DIN 4102...usw.
Bebilderung bedeutet, dass mittels thermischer Einwirkung auf eine Druckplatte die druckenden Bildstellen aus dem Datenbestand (CtP) oder vom Film (CtF) auf die Druckform übertragen werden. Je nach Plattentyp kann die Bebilderung mittels UV-Bestrahlung oder durch Laserbestrahlung geschehen.
Bedruckstoff ist das Material, welches in den verschiedenen Druckverfahren bedruckt werden kann. Alles, was in den bekannten technischen Verfahren zu bedrucken ist, bezeichnet man als Bedruckstoff. Ein anderes Wort für Bedruckstoff ist der Druckträger. Die Wahl des Duckverfahrens ist abhängig von dem entsprechenden Material. Dabei ist die Beschaffenheit des Bedruckstoffes ebenso wichtig wie seine Form.
Mit Bildauflösung bezeichnet man gemeinhin die Anzahl der Pixel (Bildpunkte), aus denen eine Rastergrafik besteht. In der Regel wird sie durch Breite x Höhe angegeben.
CMYK steht für Cyan (ein grünliches Blau), Magenta (ein zum Violett tendierendes Rot), Yellow (ein mittleres Gelb) und Key (Schwarz, zur Erhöhung des Kontrastes in dunklen Stellen) und ist ein subtraktives Farbmodell, welches die technische Grundlage für den modernen Vierfarbdruck bildet. Vereinfacht kann es als komplementär zum RGB-Farbmodell verstanden werden.
Als Color Matching bezeichnet man in der digitalen Bildbearbeitung die Farbabstimmung für Monitor-Bilder in Hinblick auf Eingabegeräte wie Kamera, Scanner oder Digitalkamera und Ausgabegeräte wie Drucker und Plotter, aber auch für den Mehrfarbendruck, um eine möglichst große Farbtreue von der Vorlage bis zum Endprodukt zu erhalten. Dies Verfahren ist erforderlich, um in der Druckvorstufe verschiedene Farbmodelle wie RGB (Monitor) und CMYK aneinander anzugleichen, da die Bildschirmausgabe eine subtraktive Farbmischung nur unzureichend simulieren kann.
Cromalin® ist ein von DuPont
entwickeltes Farbprüfverfahren, das im Jahre 1972 in den Markt
eingeführt wurde. Mit Hilfe des Verfahrens kann das farbliche Ergebnis
eines Drucks vorab überprüft werden (d.h. ohne dass bereits gedruckt
werden müsste). Eine solche Vorabprüfung kann durch Andruck, Analogproof oder Digitalproof geschehen, für den Fall des Analogproofs ist Cromalin das gängigste Verfahren.
Ein belichteter Film wird dabei auf Spezialpapier übertragen. Die
Ergebnisse sind farbverbindlich und sehr nahe am Druck. In der
Ausgangsdatei enthaltene Fehler können so bereits vor der Drucklegung entdeckt und gegebenenfalls ausgebessert werden.
Inzwischen werden solche Vorabüberprüfungen aber meist per Digitalproof vorgenommen.
Der Begriff Digitaler Textildruck bezeichnet das druckformlose Bedrucken von Gewebe mit Mustern im industriellen Textildruck.
Neben neuen Problemen bietet er einige Vorteile gegenüber dem analogen
Druck. Die Produktion ist schneller (da keine Schablonen hergestellt
werden müssen) , flexibler und preiswerter (da der Energie- und
Wasserverbrauch sehr viel geringer ist). Außerdem ist die bedruckbare
Fläche nicht in der Länge minimiert, sondern nur in der Breite. Damit
ist auch der Druck großer Fotos möglich, da Halbtöne erzeugt werden können.
dpi steht für dots per Inch (Punkte pro Zoll)
und ist ein Maß für Auflösung. Bilddateien und die Geräte, mit denen
sie erstellt, verarbeitet oder wiedergegeben werden, haben im
Allgemeinen sowohl eine absolute Auflösung als auch eine relative Auflösung.

Druckfarben sind farbmittelhaltige Gemische, die mit Hilfe einer Druckform auf einen Bedruckstoff übertragen werden und dort eine Schicht bilden, die trocknet. Sie sind Stoffgemische, die dazu geeignet sind, in technischen und industriellen Prozessen Oberflächen
so einzufärben, dass Bilder und Texte dargestellt werden. Druckfarben
bestehen aus extrem fein verteilten Pigmenten, Bindemitteln und
organischen Lösungsmitteln. Die Farbe schwarz enthält Pigmente aus
Gasruß. Die Pigmente der bunten Farben bestehen auf chemischer oder
mineralischer Basis.
Je nach Druckverfahren werden die einzelnen Komponenten zur
Herstellung von Druckfarben ausgewählt. In der Farbe für den
Offsetdruck sind keine Lösungsmittel enthalten. Die indirekte
Übertragung der Farbe beim Druckvorgang verlangt eine andere
Farbrezeptur als die direkter Druckverfahren. Im Tief- und Flexodruck
wird dünnflüssige Farbe verwendet. Sie enthält viele sich schnell
verflüchtigende Lösungsmittel. Siebdruckfarben bewegen sich je nach
Verwendungszweck zwischen der Tiefdruck- und der Offsetdruckfarbe.
Unter Druckweiterverarbeitung - ein Begriff aus der
Bedruckstoffverarbeitung (Bogen/Bahn) - versteht man Verfahren und
Mittel zur Herstellung von Finalerzeugnissen (Briefbogen, Broschüre,
Buch, Etikett ...).
Eine Druckmaschine wird zur Beschichtung von Bedruckstoffen mit Druckfarben und Lacken verwendet.
Frühe Druckpressen werden, ihrem Charakter nach, heute als Geräte eingestuft, nicht als Maschinen. In der älteren Literatur findet man noch die Bezeichnung Tiegeldruckmaschine,
obwohl z.B. der Handtiegel normalerweise ein Gerät im Sinne der
Definition ist. Erst die Vollautomaten wie z.B. der Original
Heidelberger Tiegel oder der AutoPhönix sind echte Maschinen.
Unter Druckweiterverarbeitung - ein Begriff aus der
Bedruckstoffverarbeitung (Bogen/Bahn) - versteht man Verfahren und
Mittel zur Herstellung von Finalerzeugnissen (Briefbogen, Broschüre,
Buch, Etikett ...).
Die Bedruckstoffverarbeitung (ein weites Feld) gliedert sich grob in
- die buchbinderische Verarbeitung (Buchbinder)
- allgemeine Papierverarbeitung (Mischbereich der Berufsbilder)
- Verpackungsmittelherstellung (Verpackungsmittelmechaniker)
Die Druckweiterverarbeitung wurde schon immer etwas
„stiefmütterlich“ im grafischen Gewerbe behandelt. Ein Text, der eine
gute Kurzübersicht und einen ersten vernünftigen Eindruck zu diesem
Thema vermittelt, findet sich im Fachbuch Offsetdrucktechnik von H. Teschner). Dieses Buch ist nicht mehr lieferbar (Nachfolger: Druck und Medientechnik, H. Teschner).

Mit Farbmanagement (engl. color management) soll erreicht werden, dass eine Vorlage, die mit einem beliebigen Eingabegerät erfasst wurde, an einem beliebigen Ausgabegerät möglichst ähnlich wiedergegeben wird.
Beispielsweise soll ein Monitor (Ausgabe) die Farben der Fotos einer
Digitalkamera (Eingabe) möglichst so anzeigen wie die Kamera die Farben
aufgenommen hat. Die Aufgabe eines Farbmanagementsystems (engl. CMS, color management system)
besteht darin, geräteabhängige Farbbeschreibungen anhand eines
Geräteprofils in einen geräteunabhängigen Austausch-Farbraum (eng. Profile Connection Space,
PCS) und auch wieder aus diesem heraus zu konvertieren. Dadurch wird
erreicht, dass jedes Gerät in einem Farbmanagementsystem die Farben
annähernd gleich darstellt. Ein einfaches Beispiel ist der Ausdruck von
farbigen Dokumenten, die mit einem Farbmanagementsystem auf dem Monitor
und auf dem Ausdruck annähernd identisch aussehen. Als Geräteprofil
kommen in der Regel ICC-Profile zum Einsatz. Die beteiligten Farbräume sind häufig RGB (Digitalkameras und Monitore), CIELab (geräteunabhängiger Farbraum) und CMYK (Drucker). Der CIELab-Farbraum dient in diesem Fall als Bindeglied zwischen den anderen Farbräumen (PCS).
Farbwiedergabe ist ein Qualitätsmerkmal von Licht.
Eine Lichtquelle, deren Licht alle Spektralfarben
enthält, z. B. das Sonnenlicht, lässt die Farben der beleuchteten
Gegenstände natürlich aussehen. Die Farbwiedergabe ist gut. Unter
Lichtquellen, deren Licht eine ungleichmäßige Verteilung der
Spektralfarben enthält, z. B. Metalldampflampen, werden auch die Farben
beleuchteter Gegenstände unnatürlich wirken. Hier ist die
Farbwiedergabe schlechter. Wenn z. B. die Farbe einer beleuchteten
Fläche in dem Farbspektrum der Lichtquelle fehlt, wird man lediglich
eine graue Fläche sehen können
Festtintendrucker oder auch Solid-Ink-Drucker
Im Gegensatz zu herkömmlichen Laser- oder Tintenstrahldruckern werden beim Solid-Ink-Verfahren kein Toner oder flüssige Tinte, sondern durch Hitze verflüssigte Wachstropfen auf das Papier oder andere Medien aufgebracht (siehe auch Colorsticks).
Vorteile eines Festtintendruckers sind die vom Medium nahezu
unabhängige Druckqualität und die unerreicht hohe Farbtreue. Auch tritt
im Druckbetrieb die bei Laserdruckern übliche Ozonbelastung der
Umgebung nicht auf. Die Colorsticks
sind im Gegensatz zu Toner ungiftig und können mit bloßen Händen
eingelegt werden. Bei Bedarf können sogar im laufenden Betrieb, also
auch während des Druckvorgangs, einzelne Farben nachgelegt werden.
Die Drucktechnik versteht unter frequenzmoduliertem Raster die Beschreibung eines Rasters, bei dem die einzelnen Rasterpunkte den gleichen Durchmesser haben, aber unterschiedlichen Abstand zueinander. Der Abstand zwischen den Rasterpunkten wird je nach Tonwert zufällig verteilt ; so werden dunkle Farben durch mehr Rasterpunkte erzeugt, daher auch der Name Zufalls- oder stochastische Rasterung.
Der Begriff Gesamtfarbauftrag wird im Vierfarbdruck oder speziell im Offsetdruck verwendet und gibt die maximale Menge Druckfarbe ( Tinte, Farbstoff) an, die zur Erzeugung ( Reproduktion) der benötigten Farben benötigt wird.
Im Vierfarbdruck
bedeutet ein Gesamtfarbauftrag von beispielsweise 240%, dass die Summe
der Anteile der Grundfarben (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) diesen Wert
nicht überschreitet. In der Regel ist der Gesamtfarbauftrag umso höher,
je dunkler die zu reproduzierende Farbe ist. Ein fettes Schwarz beispielsweise könnte die Zusammensetzung 80% Cyan, 40% Magenta, 20% Gelb und 100% Schwarz haben (gleich 240%).
Großformatdruck, (englisch Large Format Printing, kurz LFP) bezeichnet die Technologie, die sich mit der Ausgabe von Daten auf Großformat drucker/- plotter beschäftigt. So zum Beispiel das Bedrucken verschiedener Materialien mit Tintenstrahlplotter, Lösemitteldrucker.
Der HKS-Farbfächer beinhaltet 120 so genannte Volltonfarben,
insgesamt 3250 Farbtöne für Kunstdruck- und Naturpapiere, deren Sinn
die vorhersagbare Wiederholbarkeit und Kommunikation bestimmter
Farbnuancen in der grafischen Industrie ist. HKS ist dabei die
Abkürzung für und ein Warenzeichen bzw. eine Marke der Druck- bzw.
Künstlerfarbenhersteller Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co.
Eine HKS-Farbe kann z.B. im Offsetdruck
durch Verwendung einer – industriell vorgemischten oder vom Drucker
angemischten – Sonderfarbe wiedergegeben oder (annähernd) durch
vorgegebene Mischungsverhältnisse der Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz erzielt werden.
Die Überprüfung von Messgeräten, für die es keine gesetzlichen Vorgaben gibt, nennt man nicht Eichung, sondern Kalibrierung.
Das Kalibrieren ist im Gegensatz zum Eichen also keine hoheitlich
vorgeschriebene Aufgabe. Gründe für das Kalibrieren sind zum Beispiel
die Qualitätssicherung oder Verfahrensvorschriften wie zum Beispiel DIN
EN ISO 9001:2000.
Hierunter versteht man das Verbinden mehrerer Lagen gleicher oder verschiedener Materialien (meist Folien)
mit Hilfe geeigneter Kaschiermittel (Lack, Leim, Wachs). Kaschiert
wird, um auf ein Material eine schützende und/oder dekorative Schicht
aufzutragen und/ oder eine Addierung günstiger Materialeigenschaften zu
erzielen.
ICC ist hier die Abkürzung für International Color Consortium. Es handelt sich um einen 1993 gegründeten Zusammenschluss vieler Hersteller von Grafik-, Bildbearbeitungs- und Layoutprogrammen, mit der Absicht eine Vereinheitlichung von Farbmanagementsystemen zu erzielen.
Ein ICC-Profil (synonymer Begriff: Farbprofil) ist ein genormter Datensatz, der den Farbraum eines Farbeingabe- oder Farbwiedergabegeräts, z. B. Monitor, Drucker, Scanner etc. beschreibt.
Ziel eines konsequent eingesetzten Color-Managements
ist, dass eine Vorlage, die mit irgendeinem Eingabegerät erfasst wurde,
an einem beliebigen Ausgabegerät möglichst ähnlich wiedergegeben wird.
Colormanagement-Systeme können Geräte wie Scanner, Digitalkameras, Monitore, Drucker sowie Film- und Plattenbelichter aufeinander abstimmen. Die Farbe wird z.B. den Druckbedingungen entsprechend angezeigt.
Der Medienstandard Druck enthält Anleitungen, wie Daten und Prüfdrucke ( Proofs) beschaffen sein müssen, die an eine Druckerei gehen sollen. Er basiert auf dem Prozessstandard Offsetdruck und damit auf den ISO-Normen ISO 12647 und ISO 15930 ( PDF/X).
Er ist damit Grundlage für eine reibungsarme Zusammenarbeit zwischen
Auftraggeber, Vorstufendienstleister und Druckerei bei der
Medienproduktion: Datenformate, Farbformate, Druckbedingungen,
Arbeitsabläufe, Prüfmittel, Standards, Schwarzaufbaus u.v.a.m.
Als Druckbedingungen sind nur solche aus ISO 12647-2 bis -6 zugelassen. Als Datenformate sollen nur PDF-Dateien (bevorzugt PDF/X) und TIFFs abgeliefert werden. Alle eingebundenen Bilddaten sollen Quellprofile enthalten.
Der Moiré-Effekt (von frz. moirer [ mwaˈʀe],
„moirieren; marmorieren“) macht sich bei der Überlagerung von Rastern
oder Linien durch die Entstehung neuer Linien bemerkbar. Zum Beispiel
tritt er auf beim Scannen von Bildern mit periodischen Strukturen (karierte Hemden, Rasterbilder), wenn das Bild digital abgetastet wird, oder auch beim Siebdruck durch Überlagerung der Siebstruktur mit Strichmustern im Bild.
Pantone ist der Name einer Firma, die 1963 das Pantone Matching System entwickelt hat. Ursprünglich ein dringend benötigtes Farbangleichungssystem subtraktiver Farbmischung
für die "arrivierten" Mode-Designer der Metropolen
Mailand/London/Paris/New York mittels "Farbfächern". Es handelt sich
heute um ein erweitertes System, das Gebrauchsfarben eine einheitliche
Bezeichnung/Kennung/Nummerierung und eine einheitliche
Farbmischungsbeschreibung in den verschiedenen Farbräumen ( RGB, CMYK, HSV,
etc.) zuordnet. Damit wurde von Pantone ein Quasi-Standard geschaffen,
den professionell mit Farben arbeitende Branchen als einheitliche
Kommunikationsplattform verwenden können. Die Rechte von Pantone Inc.
erstrecken sich dabei lediglich auf die Benennung der Farben, nicht auf
die Farbmischungen selbst.
PostScript ist eine Seitenbeschreibungssprache, die unter diesem Namen seit 1984 von der Firma Adobe entwickelt wird. Sie ist eine Weiterentwicklung von InterPress und stellt eine Turing-vollständige stackorientierte Programmiersprache dar.
PostScript hat sich über die Jahre zu einem Standard in der Druckindustrie entwickelt, wird aber teilweise vom Portable Document Format
(PDF) verdrängt, das ebenfalls von Adobe entwickelt wurde. PDF baut auf
PostScript auf, verwendet jedoch nur einen eingeschränkten Befehlssatz,
es fehlen insbesondere die Strukturen einer Programmiersprache.
PostScript-Dateien können nahezu ohne Verlust grafischer Informationen
in PDF-Dateien umgewandelt werden, was auch umgekehrt gilt (ausgenommen
sind lediglich PDF-Erweiterungen wie Transparenzeffekte, Formulare,
tagged PDF etc.).
Eine Prozessfarbe ist die Farbe, die entsteht, wenn beim Druckvorgang mehrere Farben gleichzeitig (meist im Rasterverfahren) gedruckt werden. Beim Vierfarbdruck wird die Prozessfarbe aus den Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz
zusammengesetzt. Der Farbeindruck ergibt sich durch Farbmischung, wobei
beim Rasterverfahren die Farben mit unterschiedlichem Rasterwinkel
gedruckt werden. Unterschiedliche Farbtöne werden durch
unterschiedliche Anteile der Farben erreicht. Der weiße Farbton ergibt
sich aus der Farbe des Papiers.
Als Raster bezeichnet man die gleichmäßige bzw. gezielte, an Bedingungen geknüpfte Unterteilung einer Fläche, eines Volumens oder einer Menge. Weiterhin kann eine Vorrichtung zur Aufnahme bzw. zum Durchlass von Gegenständen, Medien oder Licht ein Raster sein bzw. haben.
Ein Raster kann zur Auswahl, Orientierung, Sortierung oder
Verteilung dienen oder einfach bei der möglichst optimalen Ausnutzung
von Räumen behilflich sein.
Beispiele sind
- Raster zur zufälligen oder gezielten Personenauswahl (Rasterfahndung)
- Milimeterpapier, Kariertes Papier zum Zeichnen bzw. Schreiben und Rechnen
- Eierkartons zur Lagerung und zum Transport
- Lichtraster um einen Teil von Blendungen zu vermeiden
- jede Art von definierter Unterteilung / Gliederung / Gruppierung z.B. Konfektionsgrößen
- die Straßenraster der Planstadt von der Antike bis zur Neuzeit
Ein Raster Image Processor ist eine spezielle Hardware oder eine Kombination aus Hardware und Software, die spezifische Daten einer höheren Seitenbeschreibungssprache, beispielsweise PostScript, PDF (auch VPS, AFP) oder PCL in eine Rastergrafik umrechnet, in der Regel um diese anschließend auf einem Drucker auszugeben.
Ein Raster Image Processor implementiert im wesentlichen zwei Funktionen:
- Umrechnung von Vektorgrafiken in Rastergrafiken bestimmter Auflösungen
- Neuberechnung von Rastergrafiken zur Umwandlung in andere Auflösungen bzw. Größen
Explizit gebräuchlich ist der Begriff Raster Image Processor nur in der Druckvorstufe bzw. in der Reproduktionstechnik und meint dort eine spezielle Komponente im Druckprozess, die neben den oben genannten Funktionen weitere Aufgaben übernimmt:
Der Siebdruck, früher auch als „Serigrafie“ bezeichnet, ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einem wischerähnlichen Werkzeug, der Gummirakel, durch ein feinmaschiges textiles Gewebe
hindurch auf das zu bedruckende Material gedruckt wird
(Durchdruckverfahren). An denjenigen Stellen des Gewebes, wo dem
Bildmotiv entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, sind die
Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht worden
Textildruck bezeichnet alle Druckverfahren, mit denen Textilien bedruckt werden können. Das Bedrucken von textilem Gewebe
ist komplexer als das Bedrucken von Papier, da die unterschiedlichen
Grundwaren (wie Baumwolle oder Polyester) nach speziellen Farben und
Behandlungsformen verlangen. Weiterhin stellt der hohe Gesamtfarbauftrag eine Herausforderung dar. Dieser ist notwendig, um das Gewebe vollständig zu durchdringen.
Seit 1995 wird an digitalen Druckverfahren geforscht, noch wird aber am häufigsten mit Rotationsfilm gedruckt
Bei einem Thermodruck-Verfahren wird das gewünschte
Druckergebnis „drucklos“ durch punktuelle Hitzeerzeugung statt durch
mechanischen Anschlag oder Andruck erreicht.
Zum Drucken wird das Papier (oder anderes Medium) und ein Thermodruckkopf oder eine -zeile, der bzw. die aus einem Array
kleiner Heizwiderstände besteht, aneinander vorbeibewegt. Durch
genügend hohe Wärmeableitung wird eine ausreichend kleine thermische Zeitkonstante dieser Heizelemente erreicht, um eine Papierbahn bei fortlaufender Bewegung mit hoher Auflösung bedrucken zu können. Die Druckdichte wird hier oft nicht in dpi, sondern in Dot Per Millimeter (DPM) angegeben
Thermosublimationsdruck ist ein Farb druckverfahren, das bei Thermodruckern Anwendung findet. Ähnlich wie beim Thermotransferdruck wird dabei Farbwachs
auf das Papier aufgebracht. Beim Thermosublimationsdruck werden dabei
besonders hohe Temperaturen (300 bis 400 °C) benutzt, wodurch das Wachs
in einen gasförmigen Zustand versetzt und dann aufgedampft wird, was
sehr feine Punkte und damit eine hohe Qualität ermöglicht.
Dabei führt die Erhitzung einzelner Pixel des Druckkopfes zu einer Verdampfung von Farbstoffen von der Farbträgerfolie. Diese schlagen sich auf einem Spezialpapier nieder. Die Temperatur bestimmt dabei die Farbstoffmenge, die auf das Papier übertragen wird, und steuert damit die Helligkeit des Bildpunktes.
Als Farbseparation bezeichnet man den Vorgang der Umrechnung eines Bildes in die Farbmischung des Ausgabegeräts.
Ein Computermonitor stellt Bilder mit additiver Farbmischung dar, man spricht auch vom RGB-Farbraum. Für den Druck wird jedoch eine subtraktive Farbmischung benötigt. Je nach Ausgabegerät werden die Daten im CMYK-Farbmodell oder, für einige Geräte, sogar in einem erweiterten Farbmodell benötigt. Ausgabegeräte können Offsetmaschinen aber auch Tintenstrahl- oder Laserdrucker sein. Die nötige Umrechnung wird im Computer in der Regel automatisch erledigt (im Druckertreiber)
mit mehr oder weniger guten Ergebnissen. Alternativ ist die Wandlung
auch in Grafik- oder Druckprogrammen möglich. Der Bildanteil in jeweils
einer Farbe wird als Farbauszug bezeichnet, bei CMYK entstehen also vier Farbauszüge.
Unidirektional bedeutet "nur in eine Richtung". Der Begriff findet unter anderem in der Kommunikationstechnik Verwendung, als unidirektionale (Daten-) Kommunikation. Man versteht darunter, dass die Kommunikation zwischen zwei Teilnehmern nicht bidirektional
(Zweiseitig) stattfindet, sondern dass jeder Kommunikationsteilnehmer
nur sendet, ohne vom empfangenden Teilnehmer darüber informiert zu
werden, ob die Nachricht korrekt empfangen wurde. Diese Technik ist bei
Anwendungsszenarien sinnvoll, bei denen es mehr auf Performance, als
auf Korrektheit der Daten ankommt.
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